Partizipation

Partizipation

Partizipation im Modellprojekt

Junge Menschen im Übergang von der Schule in die Ausbildung, das Studium oder den Beruf befinden sich in einer herausfordernden Situation. Sie stehen unter Druck, eigene Ziele zu setzen und den Erwartungen bzw. Anforderungen ihres sozialen Umfeldes gerecht zu werden. Dazu addieren sich die für diese Altersgruppe vorherrschenden Entwicklungsaufgaben. Daher sind in der Übergangsphase individuelle Ressourcen und Bewältigungsstrategien aber auch soziale Ressourcen der Lebenswelt sehr bedeutend.

An dieser Stelle setzt das Modellprojekt „Landungsbrücke – Übergänge meistern!“ ein. Um Maßnahmen zu entwickeln, die bestehenden Ressourcen aufgreifen, werden junge Menschen als Expertinnen und Experten für ihre Lebenswelt und Lebenslage in das Projekt einbezogen. Deren Erfahrungen und Kompetenzen fließen neben wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Entwicklung, Durchführung und Evaluation des Projektes ein. Die Multipliakor_innen, die mit jungen Menschen in deren Lebenswelt arbeiten, werden ebenfalls in die Projektentwicklung eingebunden.

Partizipation von jungen Menschen

Durch Beteiligung und Einbindung ins Geschehen ihrer Lebenswelt eröffnen sich jungen Menschen neue Handlungs- und Gestaltungspielräume. Sie gewinnen dabei neben neuen Erfahrungen, Verständnis für den eigenen Einfluss auf ihre Entscheidungsspielräume und Zukunftsplanung. Partizipation ermöglicht jungen Menschen, ihr persönliches Engagement auszubauen und neue Kompetenzen zu entwickeln. Insbesondere in Übergangsphasen ist Partizipation an Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen bedeutend. Sie ist häufig ein Schlüssel für Selbstwirksamkeit und Übernahme von Eigenverantwortung (S. Hartung, 2012).

Bedeutung der Partizipation für die Multiplikator_innen in der Lebenswelt

Wenn Multiplikatoren junge Menschen als Expertinnen und Experten in eigener Sache wahrnehmen und wertschätzen, gewinnen Sie neue wichtige Einblicke in das Leben ihrer Schützlinge. Gemeinsame Gestaltung an Zukunftsplänen und Entscheidungsprozessen können für beide Gruppen, sowohl für junge Menschen als auch Multiplikator_innen zum spannenden, aufschlussreichen Erlebnis werden.

Partizipation in der Gesundheitsförderung

Partizipation wird in der Gesundheitsförderung als individuelle oder auch kollektive Teilhabe und Mitwirkung von Zielgruppen an Entscheidungsprozessen verstanden. Die betreffenden Personen verfügen über die Gestaltungsmacht, mit ihrem Verhalten Einfluss auf die eigene Lebensgestaltung zu nehmen und die wichtigen Konsequenzen der Entscheidung für sich zu gewinnen. „Je mehr Einfluss jemand auf einen Entscheidungsprozess einnimmt, umso größer ist seine/ihre Partizipation“ (M. Wright, 2008).

Herausforderungen der Partizipation

Um die Teilhabe von jungen Menschen an der Entwicklung, Umsetzung und Evaluation der Maßnahmen zu gewährleisten, spielt die Einplanung von Ressourcen eine wichtige Rolle. Der Zugang zur Zielgruppe und eine entsprechende Methodenkompetenz beim Austausch erhöhen den Spielraum der Kommunikation.

Hat der Artikel Ihnen gefallen? Dann sagen Sie es weiter