Phase III

Projektphase III – Umsetzung von Maßnahmen

Umsetzung

Parallel zur weiteren Planung und Überprüfung der Projektausrichtung ist das Modellprojekt bereits seit dem 1. Quartal 2015 in der Umsetzungsphase.

Bisher wurden u.a. folgende Maßnahmen durchgeführt:

Berufsvorbereitung

Modellhaft wurde Ende 2015 für das Setting Berufsvorbereitung die Projektwoche „Mach dich stark!“ mit jugendkonformen Angeboten geplant und umgesetzt. Die Projektwoche erarbeiten wir gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Mitarbeiter_innen unseres Kooperationspartners für den Bereich Berufsvorbereitung, der Produktionsschule Altona (PSA). Die Schüler_innen und Schüler der PSA konnten an einem von ihnen selbst gewählten Workshop teilnehmen und unter anderem eine Woche lang mit der Hamburger Band „Rakede“ im Musikworkshop zusammenarbeiten oder beim Parkour lernen sowohl Hindernisse als auch persönliche Grenzen zu überwinden.

Die gesamte Woche wurden die Teilnehmenden mit der Kamera begleitet. Es entstanden zwei Videos und eine Vielzahl toller und eindrucksvoller Bilder.

Der positive Erfolg der Projektwoche war ein großer Gewinn für die Jugendlichen und zeigt zudem nachhaltige Ergebnisse: Die Produktionsschule hat Yogamatten angeschafft und wird langfristig eigenorganisierte Workshops für ihre Schülerinnen und Schüler anbieten.

Für die Multiplikator_innen wurden seit Herbst 2014 bereits zwei Durchläufe der projekteigenen Fortbildungsreihe durchgeführt, die u.a. Themen wie Resilienz, Stressregulation und Umgang mit Medien behandelt. Die Vermittlung theoretischer Grundlagen und praktischer Methoden sowie der zusätzliche Erfahrungsaustausch unter den Multiplikatoren tragen zum einen zur Qualifizierung und Stärkung der Kompetenzen der pädagogischen Mitarbeiter und Anleiter bei, zum anderen zur Förderung des seelischen Wohlbefindens der Jugendlichen im Kontext der praktischen Arbeit.

Beide Fortbildungs-Durchgänge wurden qualitativ evaluiert. Neben telefonischen Interviews mit den Teilnehmenden wurde eine Workshop-Evaluation erstellt. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden die Workshopinhalte etwas vereinfacht, professionalisiert und ab Frühjahr 2017 modellhaft als Inhouse-Reihe für den Bereich der Ausbildungs- und Berufsvorbereitung durchgeführt.

Hochschule

Für das Setting Hochschule gab es im Wintersemester 2015/2016 ein Fachprojekt an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), unserem Kooperationspartner im Bereich Hochschule. Im partizipativen Prozess hat die Gruppe aus fünf Studierenden Handlungsempfehlungen für die Fortbildung der Erstsemestertutor_innen erarbeitet. Sie konnten ihre Ergebnisse in einer Abschlusspräsentation vorstellen und in Form eines Berichts an die HAW übergeben.

Am 02. November 2016 startete im Rahmen des Modellprojektes „Landungsbrücke – Übergänge  meistern!“  die Ringvorlesung Gesund und gelassen studieren – geht das heutzutage noch?. Unter dem Motto „MACH DICH STARK: Seelisches Wohlbefinden von jungen

Menschen fördern“ führten Expert_innen in insgesamt zehn Veranstaltungen in die aktuelle Forschung und Praxis zum Thema ein und informierten über Unterstützungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Universität. Zudem kamen die Studierenden zu Wort und Landungsbrücke konnte wertvolle Kenntnisse zu den Bedarfen und Bedürfnissen der Zielgruppe gewinnen.

Das Landungsbrücke-Team hat die Veranstaltungen professionell aufgezeichnet. Schauen Sie sich hier  alle Videos an.

Ein Teilziel des partizipativen Modellprojektes ist die Entwicklung zielgruppengerechter Social Media Elemente für die einzelnen Zielgruppen. Da vor allem im Alltag junger Menschen, der Generation „Alway on“, das Internet und die Nutzung mobiler Geräte wie Smartphones nicht mehr wegzudenken sind, ist in Kooperation mit dem M-Lab der Universität Hamburg die Landungsbrücke-App entstanden. Fünf Studierende arbeiteten ein Vierteljahr an dem Prototypen der digitalen und zielgruppenkonformen Plattform. Die Ideen für die Inhalte der App, u.a. ein Buddy-Forum, „Notfall“ Tipps und Übungen bei Stress im Studium sowie eine direkte Verknüpfung mit den sozialen Netzwerken des Landungsbrücke-Projektes, wurden von den Studierenden selbst entwickelt.

Zielgruppenübergreifende Maßnahmen

Vier Fünftel der 12- bis 19-Jährigen sind täglich im Internet unterwegs, 12% der Jugendlichen nehmen dessen Dienste mehrmals die Woche in Anspruch (Feierabend et al., 2015). Wegen der guten Erreichbarkeit der Zielgruppe im Internet ist die Website daher ein wichtiger Bestandteil des multimethodischen Kommunikationskonzeptes des Modellprojektes Landungsbrücke.

Ergänzend zu der Internetseite nutzt Landungsbrücke als weitere Möglichkeit der webbasierten Kommunikation den Zugang über die bei Jugendlichen beliebten sozialen Netzwerke. Neben der guten Erreichbarkeit der jungen Zielgruppen, bieten sie die Möglichkeit, in den direkten Austausch mit den Jugendlichen treten zu können. Vor diesem Hintergrund sind die virtuellen Netzwerke auch für die Gesundheitsförderung und Prävention von hoher Bedeutung.

Seit Herbst 2015 ist das Landungsbrücke-Projekt auf den Social Media Plattformen Facebook und Twitter vertreten und veröffentlicht regelmäßig Informationen über das Projekt, geplanten und durchgeführte Maßnahmen, bevorstehende Veranstaltungen sowie projektrelevante Themen, Videos und Fotos.

Überdies werden im Projekt produzierte Videos auf dem projekteigenen YouTube-Kanal online gestellt.

Die im Projekt eingesetzten Printmedien (Flyer, Postkaten, Plakate) dienen in erster Line dazu, die Zielgruppe auf das Projekt und auf die dazugehörige Internetseite aufmerksam zu machen. Sie werden in den Einrichtungen der Berufsvorbereitung, an Studierende und Multiplikator_innen verteilt. Bei der Konzeption der Postkarten und Plakate wurden die Zielgruppen von Beginn an in

den Entscheidungsprozess einbezogen. Dabei stand insbesondere das Prinzip der „Kommunikation auf Augenhöhe“ im Fokus. Sowohl die farbliche Gestaltung als auch die Entscheidung über das Design der einzelnen Medien wurden in enger Absprache mit den Zielgruppen entschieden

Die Zielgruppen im Blick

  • Bei der Planung und Erstellung der projekteigenen Internetseite wurden das Nutzungsverhalten der jungen Menschen bei sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Instagram und mit berücksichtigt.
  • Bei der Entwicklung der projekteigenen Corporate Identity wurden junge Menschen partizipativ mit einbezogen.
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